Freitag, 25. März 2016

[Rezi] Tage mit Leuchtkäfern von Zoe Hagen

Buchinfos:

ISBN: 9783548286945
Seiten: 193
Format: Klappenbroschur
Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 14.03.2016
Preis: 13,00  € (D) Kaufen

Klappentext:
Das Leben wäre so leicht, wenn es nicht so schwer wäre
»Das Leben ist ein Privileg«, sagte ich. »Das Leben ist ein Privileg?«, fragte Noah erstaunt. »Ja«, sagte ich. Noah zog die Luft ein, ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er drehte sich zu Fred und den anderen um und fragte: »Wo zum Henker hast du denn den kleinen Gandhi hier her?«
Du bist einsam und unglücklich, dein Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben.
Quelle
 
Der Titel hat mich in Verbindung mit dem Cover gleich angezogen. Der Klappentext tat dann sein Übriges. Kennt ich das, ihr fangt mit einem Buch an und wisst sofort, schon nach den ersten Seiten. Dieses Buch wird mir gefallen, so ging es mir mit Tage mit Leuchtkäfern. Man soll ein Buch nicht nach seinem Einband und Titel beurteilen. Doch hier muss ich ein Lob aussprechen. Beides ist sehr ansprechend und passend. Die Wegweiser, die in verschiedenen Richtungen zeigen, dazu die Farbwahl und noch der ungewöhnliche Titel. Darf ich ein Poster davon haben?


Wir sind alle Würmer. Aber dann kommt der Moment, in dem wir zu leuchten beginnen, vielleicht haben wir es auch schon die ganze Zeit gemacht, und es war einfach zu hell, um es zu erkennen.
Seite 35

Zoe Hagen hatte mich gleich. Ihr alter, Baujahr 94, merkt man der Wortwahl nicht an. Ihren Debüt Roman schrieb sie mit 17 Jahren. Ihr Stil ist des Öfteren poetisch, man findet so einige schöne Textstellen. Doch muss man auch etwas zwischen den Zeilen lesen. Das Buch ist recht kurz, so geht manches ziemlich schnell. Und nicht alles ist ganz genau beschrieben, was bestimmte Ereignisse angeht, gibt es nur Andeutungen. Gerade gegen Ende musste ich aufpassen noch mit zu kommen, ein paar mehr Seiten hätten für mich nicht geschadet. Wir Leser begleiten zwar die 15 jährige Gandhi, ein Spitzname. Doch wird zum Glück auf die Jugendsprache verzichtet. Aufgebaut ist das Buch wie ein Tagebuch, nein Stopp. Gandhi schreibt zwar im Stil von Tagebucheinträgen, aber an sich sind es Briefe an Gott, an den sie nebenbei erwähnt gar nicht glaubt. So hat der Leser einen direkten Draht zu ihr und bekommt ihre Gedanken und Gefühle auf dem Silber Tablett serviert. Und es sind viele Gefühle. ..

Momente sind immer nur so schön, wie de es ihnen gestattest. Glück...
Das ist nichts anderes als deine eigene Vorstellung von Glück.
Seite 121

Gandhi war mir gleich sympathisch. So wie die Autorin sie rüber gebracht hat, hatte ich das Gefühl sie zu kennen. Sie wirkte sehr authentisch, genauso wie auch die Nebencharaktere. Ihre Gefühle konnte ich sehr gut nachvollziehen und mich mit ihr identifizieren. Bei den Nebencharakteren hätte ich gerne mehr Informationen erfahren, sie waren für mich zwar greifbar, aber irgendwie auch undurchsichtig. Hier und da ein paar Details zu ihnen, wären schön gewesen. Zur Geschichte an sich möchte ich gar nicht viel schreiben, um nichts vorne wegzunehmen. Ich empfand sie als sehr emotional. Es gibt viel Schmerz und Finsternis, aber auch Hoffnung und Spaß. Freundschaften werden geknüpft, ungewöhnlicherweise steht hier mal keine Liebesgeschichte im Fokus. Daumen hoch.

 
Mit ihrem herzlichen und ehrlichen Worten hat mich die Autorin berührt.
Ein paar Tranchen wurden vergossen, des Öfteren geschmunzelt und das Buch zur Seite gelegt, um über das geschriebene nachzudenken.
Eine klare Empfehlung für Tage mit Leuchtkäfern, ach ich schreibe den Titel einfach zu gerne ;)

Kommentare:

  1. Hey Tanja. :)
    Ich hab das Buch auch ganz frisch im Regal bzw. Kindle. :) Bei den wenigen Seiten bin ich überrascht, dass es so gut ist, habe aber eigentlich auch nur gutes gehört. Und emotional ist immer gut. ;) Hihi.

    Viele Grüße,
    Liss <3

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    1. Hallo Liss :)
      finde ich auch, klar keiner wird gerne traurig beim Lesen, aber wenn ein Buch die Gefühle des Lesers erreicht, dann hat der Autor etwas richtig gemacht^^
      Viel Spaß beim Lesen

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  2. Huhu Tanja,
    Cover, wie auch Titel sagen mir auch sehr zu. Deine Rezension macht irgendwie auch gleich Lust auf den Inhalt. Angenehm finde ich, dass das Buch trotz jugendlicher Thematik auf den Umgangston verzichtet und stattdessen zu einer fast poetischen Sprache greift. Du hast mich auf das Buch neugierig gemacht :o)
    Liebe Grüße Tanja

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    1. Hallo Tanja,
      schön zu hören :-)
      Dies fand ich auch sehr positiv. Ich mochte die Jugendsprache schon nicht, als ich selbst noch zu der Altersgruppe gehörte und finde sie in Büchern auch nicht toll.
      Liebe Grüße

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  3. Huhu liebe Tanja ♥
    Wirklich eine wundervolle Rezension! ^.^
    Ich freue mich sehr, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat wir mir! Bei mir hat es leider "nur" zu vier guten Sternen gereicht aber das ich doch auch spitze! :D

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Hallo Jasi :)
      Dankeschön.
      Definitiv, auch wenn man 3 Sterne vergibt, ist es immer noch gut, aber leider verliert man dies oft etwas aus den Augen, vielleicht weil man so selten 1 Stern sieht/ vergibt^^
      Ganz liebe Grüße

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  4. Hey!
    Deine Rezi ist wirklich gut geworden und ich denke, dass Buch wäre für mich der totale Volltreffer. Vielleicht wandert es ja bald auf meinen SuB .
    LG
    Satah

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    1. Hallo Sarah,
      Dankeschön :) Ich hoffe es findet den Weg auf deinen SuB und gefällt dir dann auch^^
      Liebe Grüße

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Ich freue mich über eure Kommentare :-)
Manchmal braucht meine Antwort etwas , aber sie kommt ^^