Samstag, 11. März 2017

[Rezi] Worte für die Ewigkeit von Lucy Inglis

Buchinfos:

ISBN: 9783551520876
Seiten: 400
Format: Hardcover
Verlag: Chicken House
Übersetzer: Ilse Rothfuss
Erscheinungsdatum:  01.09.2016
ab 14 Jahren
Preis:  19,99 € (D) Kaufen

Klappentext:
Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird.
Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet.
Zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.
Ausgezeichnet als beste Liebesgeschichte des Jahres von der Romantic Novelist Association!
Quelle

 
Worte für die Ewigkeit, ein sehr einprägsamer Titel. Dieser hat mich sogleich angesprochen. Die vielen positiven Leserstimmen, welche von einer gefühlsvollen Geschichte berichten, tat dann ihr Übriges. Das Cover finde ich auch sehr ansprechend. Es verrät nicht viel und doch bleibt es einem in Erinnerung.

Zum Inhalt. Hope und Emily leben zwar in zwei ganz unterschiedlichen Zeitebenen und doch haben sie so einiges gemeinsam. Beide sind sie von London in Montana gelandet und dies nicht durch ihre eigene Entscheidung. Nein, sondern ihre Familie hat dies entschieden. Hope ist mit ihrer Mutter auf einer Pferderanch gelandet. Und Emely ist auf der Reise zu ihrem zukünftigen Ehemann. Jede für sich muss ihren eigen Weg finden in die unabhängig von ihrer Bevormundung. Und beide treffen sie auf einen liebenswerten jungen Mann. Doch ist diese Liebe für immer?

Vielleicht bleibt meine Liebe in diese Wind, wenn ich längst zu Staub zerfallen bin. 
Und noch darüber hinaus.
Seite 326

Mit dem Schreibstil von  Lucy Inglis  hatte ich etwas Probleme. Bei manchen Satzstellungen bin ich immer wieder aus dem Lesefluss gekommen. Oder anders gesagt, über manche Wörter gestolpert. Nicht sehr oft, aber immer mal wieder. Davon abgesehen hat mir der Aufbau des Buches sehr gut gefallen. Sie schreibt in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, diese wechseln sich immer ab. Dadurch habe ich die letzten 200 Seiten am Stück gelesen, weil ich immer wissen wollte, wie es weiter geht. Wobei ich die Vergangenheit, Montana 1867 interessanter fand. Deswegen hat es mich auch gefreut, dass diese Kapitel länger waren. So wie die Autorin die Weite und Natur von Montana damals beschrieben hat, konnte ich es mir richtig gut vorstellen und würde am liebsten gleich hin fliegen, um es in echt zu erleben. 


Die Charaktere. Hope ist unsere Protagonistin in der Gegenwart. Sie ist erst 16 Jahre alt und wird sehr stark von ihrer Mutter bevormundet. Sie beschreibt sich selbst als schüchtern, wobei ich denke, dass dies eher daran liegt, dass sie bei ihrer Mutter nicht wirklich zu Wort kommt.  Emily begleiten wir in der Vergangenheit, wenn man dachte, Hope sei schon unter der Fuchtel ihrer Mutter, dann wird man bei ihrem Handlungsstrang große Augen machen. Ich fand es richtig erschreckend, wie unwissend sie war, was aber wiederum auch authentisch war. Den damals war es in diesen Kreisen nun mal so. Ich muss gestehen, mit waren beide zu Beginn des Buches zu naiv und kindlich. Dies war aber auch nötig, um ihren Weg bzw. ihre Entwicklung mehr hervor zu heben. Dieser hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die jungen Männer an der Seite der Frauen lieber. Besonders Nante, bei der Szene wie er einem Schmetterling Honig gibt, habe ich mich etwas in ihn verliebt. 

Manchmal muss man die Dinge einfach nehmen, wie sie sind.
Und sich nicht davon die Laube verderben lassen.
Seite 216

Zur Geschichte. Mir hat besonders der Teil gefallen, der in der Vergangenheit spielt. Wie die Autorin sich kritisch mit dem Thema, Unterdrückung und Ausbeutung der Indianer auseinandersetzt und der Ausrottung der Büffel. Ja ich wusste, dass die Büffel damals fast ausgerottet wurden. Aber mir war nie bewusst, dass dies auch geschah, um die Indianer auszurotten / in Reservate zu drängen. Ich dachte immer, dies geschah aus Dummheit und Übermut. Die ganze Story rund um die Indianer hat mir sehr gut gefallen.  Und wer Pferde mag, wird hier auch seine Freude haben, den was wäre der Wilde Westen ohne Pferde.  Gegen Ende wurde es richtig spannend und auch emotional. Und anstrengend für meine Nerven. Ich ertrage selbst als Leser keine Ungerechtigkeiten. Da würde ich am liebsten in das Buch springen und eingreifen. Ob die Autorin meinen Sinn nach Gerechtigkeit befriedigen könnte, verrate ich nun aber lieber nicht. Sonst nehme ich euch noch die Spannung.


 
Eine emotionale Geschichte über die Schicksale zweier Mädchen, welche zwar in unterschiedlichen Zeitebenen leben, aber sehr ähnliche Probleme zu bewältigen haben.
Die Entwicklung beider hat mir gut gefallen, sowie auch der geschichtliche Hintergrund der mit einfloss.
Die Kulisse Montana war eindrucksvoll beschrieben.


http://weinlachgummis.blogspot.de/p/danke.html


Frage: Wenn ihr das Buch schon gelesen habt.
Habt ihr euch auch gewünscht, dass sich "aus Versehen" ein Büffel auf diesen Typen setzt? Oder bleibt ihr bei so was als Leser ganz cool?

Kommentare:

  1. Hey Tanja,

    die liebe Laura von Skyline of Books hat mir das Buch schon wärmstens empfohlen und jetzt kommst du daher :-) Bücher über Pferde - check - meins. Bücher die im wilden Westen spielen - check - meins. Indiander - check - meins.
    Also muss das Buch wohl irgendwann bei mir einziehen. :-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,
      :-D als die Pferde vorkamen, musste ich schon an die denken^^
      Da kann ich Laura nur beipflichten. Noch dazu ist es ein Einzelband, somit keine lange Reihen Verpflichtung noch ein Vorteil :-)
      Liebe Grüße

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    2. :-DD Tja ich und die Pferde ;-)
      Ich finde es auch einen mega Pluspunkt, dass es ein Einzelband ist!

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  2. Huhu Tanja,
    ach, ich freue mich so, dass du das Buch gelesen hast und dass es dir auch gefallen hat.Ich habe es wirklich geliebt!
    @Sandra: Ja! Du musst dieses Buch lesen!!!! Unbedingt!
    Die Geschichte ist so schön <3

    @Tanja: Deine Frage wusste mich gerade stark zu erheitern. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, dass sich ein Büffel auf "den Typen" setzen sollte. Aber jetzt, wo du's sagst ... XD

    Sehr gelungene Rezension, die einen guten Einblick in das Buch gibt.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    PS: Ich muss an dieser Stelle auch noch einen Buchtipp an dich los werden. Ich habe ganz frisch Morgen lieb ich dich für immer gelesen. Tanja, dieses Buch ist so ..... woooow! Du MUSST es einfach lesen. Unbedingt!

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    1. :-D Ok, ich sehe schon das Buch rückt gleich mal ganz weit nach oben auf meiner Wuli, wenn ihr alle soooo davon begeistert seid :-)

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    2. Huhu Tanja,
      wenn ich mich über jemanden ärgere, werde ich da ganz kreativ und so ein Büffel Unfall war früher bestimmt normal :-D

      Als ich deinen Kommentar gestern Abend gelesen habe musste ich so grinsen, den Rat mal was neben mir auf dem Tisch lag :-) Genau, Morgen lieb ich dich für immer. Damit werde ich später nach den Hausaufgaben :/ anfangen und Dank deiner Worte freu ich mich noch mehr drauf.
      Ganz liebe Grüße

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    3. @ Sandra :-D eine gute Entscheidung :-D

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  3. Hallo liebe Tanja!

    Ich freue mich sehr, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! Für mich war es letztes Jahr eines meiner Highlights, einfach weil ich solche Geschichten, die auch in der Vergangenheit spielen, liebe. :D

    Liebste Grüße
    Nina von
    BookBlossom ♥♥♥

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    1. Hallo Nina,
      schön zu hören, ich mag solche Geschichten auch unheimlich gerne. Besonders wenn man sich wie hier auch so gut in die Zeit zurück versetzen kann.
      Liebe Grüße

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  4. Hey Tanja,

    das Buch habe ich schon sehr oft gesehen, doch bisher wusste ich nicht genau um was es geht.
    Ich finde es hört sich richtig interessant an.
    Spielt die Geschichte in unterschiedlichen Zeitebenen, aber dennoch zur gleichen Zeit?

    Liebe Grüße,
    Lena

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    1. Hallo Lena,
      also die Geschichte spielt einmal 1867 und dann im hier und jetzt, dies wechselt von Kapitel zu Kapitel. Aber was dann passiert ähnelt sich in beiden Zeitebenen.
      Ich hoffe nun ist es klarer, wenn nicht frag gerne noch mal, möchte auch nicht zu viel verraten um die Spannung nicht zu nehmen ;-)
      Liebe Grüße

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Ich freue mich über eure Kommentare :-)
Manchmal braucht meine Antwort etwas , aber sie kommt ^^