Freitag, 26. Mai 2017

[Rezi] Der Koffer von Robin Roe

Buchinfos:

ISBN: 978-3-551-56029-2
Seiten: 416
Format: Hardcover
Verlag: Königs Kinder
Übersetzer: Sonja Finck
ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum: 24.03.2017
Preis: 19,99  € (D) Kaufen



Klappentext:
»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.
Quelle

 
Da ich die Blogtour zu den aktuellen Königs Kindern verfolgt habe, hatte ich schon eine grobe Ahnung, um was es in dem Buch geht, aber trotzdem hat es mich dann völlig umgehauen.

Ich sitze nun schon eine Weile vor dem Computer und weiß gar nicht recht was ich schreiben soll. Es gibt Bücher, da fällt einem eine Besprechung schwer. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil man nicht weiß, ob man mit seinen Worten der Geschichte gerecht werden kann. Und dies ist so eine Geschichte für mich.

Der Schreibstil von Robin Roe ist sehr flüssig und sie erzählt die Geschichte von Julian und Adam spannend und fesselnd. Ich habe das Buch an einem Sonntag ausgelesen. Musste es aber immer wieder weglegen, um das gelesene erst mal Sacken zu lassen. Und um darüber nachzudenken. Mich hat die Geschichte sehr aufgewühlt und auf der Gefühlsebene voll getroffen. Öfters wäre ich am Liebsten in das Buch hinein gesprungen und hätte Julian beschützt.  

Julian ist zwar schon 14 Jahre alt, erinnert einen aber eher an einen 10 jährigen Jungen, warum dies vermutlich so ist, erfährt man im Verlauf der Handlung, bzw. man schließt seine eigenen Rückschlüsse. Julian ist ein sehr ruhiger Junge, der Probleme mit dem Lesen, Schreiben und dem Sprechen hat. Mich als Legasthenikerin, die früher starke Probleme mit dem Sprechen hatte, hat dies natürlich gleich noch mal mehr aufgewühlt, da er mich unweigerlich an mich selbst erinnert hat. Und da ich genau weiß, wie es ist, tat er mir so Leid. Im Verlauf der Handlung passieren noch so einige Dinge, sodass mein Mitleid für ihn immer mehr wuchs und ich auch mal ein paar Tränchen in den Augen hatte. 

Adam ist ein toller Charakter, er ist schon 17 Jahre alt und immer auf dem Sprung. Alle scheinen ihn zu mögen und er hat so eine Art, die alle aufmuntert. Sein strahlen geht in andere über. Außerdem leidet er an ADHS. Seine Mutter ist auch toll, eine richtige Löwen Mutter. Seinen Freund Charlie fand ich sehr erheiternd, er hat die Atmosphäre gerade zu Beginn sehr aufgelockert.

Es gab so einige Szenen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Nicht nur einmal konnte ich nur den Kopf schütteln. Die Mitarbeiter an der Schule, auf die Adam und Julian gehen sind mir allesamt bitter aufgestoßen und hier fällt es mir, vielleicht bin ich da auch zu naiv, schwer zu glauben, dass so viele inkompetente Menschen es an eine Arbeitsstelle schaffen.Gegen Ende gab es eine dramatische Szene, die ich etwas gestellt fand. Da mussten so einige Zufälle zusammenspielen. Aber davon abgesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wobei dies nicht die richtige Bezeichnung ist, den es erscheint mir irgendwie falsch zu sagen, so eine Geschichte hat mir gefallen.



 
Ein Buch, welches mich noch lange beschäftigen wird.
Zu sagen, ich fand es schön, erscheint mir falsch, den an der Geschichte von Julian ist so einiges unschön. Doch finde ich sie wertvoll und lesenswert.
Emotional und aufwühlend.
Schockierend.
Macht nachdenklich.
Klare Leseempfehlung.

http://weinlachgummis.blogspot.de/p/danke.html





Kommentare:

  1. Hey Tanja,

    eine schöne Rezi. Und was die Lehrer in der Schule angeht. Ich kann mir eigentlich gut vorstellen, dass es so viele inkompetente Menschen an einem Fleck gibt. Wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke, gab es auf der einen Schule auch sehr viele fragwürdige Lehrer.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey Sandra,
      ja bei uns gab es auch Fragwürdige Lehrer, von Gewaltausbrüchen bis zu rassistischen Kommentaren. Aber auch ein paar gute :-)

      Hast du die Szene mit der Krankenschwester schon gelesen? Da war ich echt wütend ^^

      Liebe Grüße

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    2. Die Szene war echt mega krass! Ich war auch total wütend auf die Krankenschwester!

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  2. Hallo liebe Tanja,

    auf deine Meinung zu diesem Buch habe ich ja schon gewartet und deine Reiz gefällt mir. Dass es dir nicht einfach gefallen ist, diese zu schreiben, kann ich verstehen und da geht es mir teilweise ähnlich.

    Es wird auf jeden Fall mein nächstes und somit erstes KöKi Buch.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe,
      Dankeschön. Werde später gleich mal schauen, ob du es schon gelesen hast bzw. ob es schon eine Rezi gibt. Bin gespannt, wie es dir gefallen hat.
      Liebe Grüße

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  3. Hi Tanja,

    du vervollständigst das Bild, welches ich von dem Buch habe und deswegen habe ich es mir vor kurzem gekauft, aber noch nicht gelesen. Ich bin aber inzwischen verdammt neugierig.

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Hallo Desiree,
      bin gespannt, wie du es empfindest und werde später schauen, ob du schon zum Lesen kamst.

      Liebe Grüße

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Ich freue mich über eure Kommentare :-)
Manchmal braucht meine Antwort etwas , aber sie kommt ^^