Samstag, 2. Dezember 2017

[Rezi] Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green

Buchinfos:

ISBN:  978-3-446-25903-4
Seiten: 288
Format: Hardcover
Verlag: Hanser Verlag
Übersetzer: Sophie Zeitz
ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: 10.11.2017
Preis:  20 € (D) Kaufen



Klappentext:
Der neue Roman vom Bestseller-Autor John Green – über die Zerbrechlichkeit der Liebe, innerer Widerstandskraft und lebenslange Freundschaft.
Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.
Quelle

 
Von John Green hatte ich davor nur Das Schicksal ist ein mieser Verräter gelesen und hatte Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken auch gar nicht auf dem Schirm. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch im Zuge einer Blogger Aktion als Überraschungspost vom Verlag erhalten habe. Sonst hätte ich das Buch wohl nicht gelesen, was echt schade gewesen wäre, da es eine sehr besondere Geschichte ist, die genau meinen Nerv getroffen hat.

Ich bin nicht meine Gedanken, 
obwohl dir insgeheim nicht ganz klar ist, 
was dann noch von dir übrig wäre.
Seite 49


Aza Holmes ist 16 Jahre alt und leidet an zwanghaften Gedanken. Ihr Vater hat ihr den Namen gegeben, von A bis Z, damit sie stets weiß, dass ihr die ganze Welt offen steht. Davis Picket ist der Sohn des untergetauchten Milliardärs und nach seinem Vater benannt, einem Mann, der seine zwei Söhne alleine lässt, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen. Beide haben Probleme, unterschiedliche, aber trotzdem kommen sie sich näher. Auf der Suche nachdem verschwunden Milliardär und nach sich selbst. 

Bevor ich anfing zu lesen, hatte ich keine Ahnung, um was es geht. Doch schon auf der ersten Seite hatte mich der Autor. John Green hat so eine tolle Art zu schreiben. Echt, aber auch manchmal poetisch. Und mit dem Satz "Doch ich war gerade dabei herauszufinden, dass dein Leben nicht deine Geschichte ist, sondern eine Geschichte über dich", hatte er mein Interesse schon auf der ersten Seite geweckt. Und es kamen noch so einige schöne Sätze dazu. 

Jetzt ist nicht dein Immer.
....
Ich war nicht immer in meinem Ich, oder meinen Ichs, gefangen.
Ich war nicht nur gestört.
Seite 96


Es dreht sich viel um Aza, ich liebe den Namen, und ihre Gedanken. Dies ist manchmal etwas bedrückend und auch ungewohnt, evtl. auch komisch. Zum Beispiel als sie sich Gedanken darüber macht, wie ihre Verdauung mit den Bazillen funktioniert. Oft tat sie mir sehr leid, weil ihre Gefühle so gut beim Leser ankamen. Wie gerne sie sich dagegen gewährt hätte, einfach nicht mehr daran gedacht hätte, es aber nicht geschafft hat. Ich konnte sehr gut mit ihr Mitfühlen und mich auch manchmal mit ihr identifizieren. Die Suche nach Informationen über den verschwundenen Milliardär locker die Geschichte etwas auf, sodass sie einen nicht runter zieht. 

Das Thema Freundschaft empfand ich auch als zentral. Daisy ist Azas beste Freundin, was nicht immer leicht ist, da Aza sich oft stark mit sich selbst beschäftigt. Wie die beiden dies aber trotzdem meistern, fand ich sehr schön zu lesen. Und auch das, was sich zwischen Davis und Aza entwickelt, wobei ich es zwar sehr realistisch finde, mit aber vielleicht doch etwas anderes gewünscht hätte.


 
Einfühlsam erzählt John Green die Geschichte von Aza.
Aza leidet stark untere ihren Zwangsgedanken, diese bestimmen leider oft ihren Alltag. Diese Gedanken und wie Aza sie erlebt, kamen sehr gut beim Leser an. Ich habe oft mit ihr gelitten.
Auch die Freundschaft zwischen ihr und Daisy und wie schwierig eine solche sein kann, hat der Autor überzeugend geschildert.
Die Suche nach dem verschwundenen Milliardär hat die Geschichte etwas aufgelockert, sodass diese bedrückenden Gedanken nicht zu sehr die Grundstimmung dominieren.
4,5 Weingummis


http://weinlachgummis.blogspot.de/p/danke.html



Kommentare:

  1. Hallo Tanja,
    danke für diese Vorstellung. Ich finde es imemr wichtig, dass es auch normale Romane (nicht nur Sachbücher oder so) über Menschen mit psychischen Störungen gibt, und diese ist nun mal eine besonders fiese.
    Liebe Grüße
    Daniela

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    1. Hallo Daniela,
      Gerne doch. Finde ich auch sehr wichtig, da man so Menschen für Dinge sensibilisieren kann, sodass sie dann hoffentlich mit offenen Augen durchs Leben gehen und nicht so schnell Urteilen. Sachbücher sind schön und gut, aber wer ließt schon einfach mal eins, ohne dass er es muss oder in irgendeiner weiße selbst davon betroffen ist^^

      Liebe Grüße
      Tanja

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  2. Huhu,

    mir hat das Buch auch so einige Gänsehautmomente beschert. Es ist erst mein zweites Green Buch, aber es werden definitiv noch ein paar bei mir einziehen. Besonders freue ich mich auf: Keine wie Alaska

    Lg
    Sarah

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    1. Hallo Sarah,
      ich bin nun auch noch neugieriger auf den Autor und möchte mehr von ihm lesen :-) Zum Glück hat er ja schon ein paar Bücher geschrieben^^

      Liebe Grüße

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