Freitag, 23. Februar 2018

[Rezi] Liebe und der erste Blick von Josh Sundquist

Buchinfos:

ISBN: 9783733503581
Seiten: 320
Format: Taschenbuch
Verlag: Fischer Verlag
Übersetzer: Claudia Max
Erscheinungsdatum: 25.01.2018
Preis: 9,90  € (D) Kaufen (Werbung gem. TMG)




Klappentext:
Stell dir vor du kannst zum ersten Mal im Leben sehen – und es war vorher schöner

An seinem ersten Tag in der neuen Schule fasst der blinde, sechzehnjährige Will Porter einem Mädchen aus Versehen an die Brüste und setzt sich in der Kantine bei jemandem auf den Schoß. Von da an kann es nur bergauf gehen, oder?
Während Will sich langsam eingewöhnt, verliebt er sich in die bezaubernde stille Cecily. Dann bietet sich ihm eine unvorhergesehene Möglichkeit: eine neuartige Operation, die es Will zum ersten Mal in seinem Leben ermöglichen könnte zu sehen. Doch das ist viel schwieriger als Will es sich jemals ausmalen konnte, und er lernt bald, dass diese sehende Welt ihm Geheimnisse vorenthalten hat. Es stellt sich heraus, dass Cecily nicht den traditionellen Vorstellungen von Schönheit entspricht – tatsächlich war alles, was er über ihr Aussehen gehört hatte, eine Lüge. Seine sogenannten Freunde haben sie sich ausgedacht, um die beiden zusammenzubringen. Ist es überhaupt entscheidend, wie Cecily aussieht? Eigentlich nicht. Aber warum fühlt sich Will dann so betrogen?
Quelle  (Werbung gem. TMG)

 
Diese schöne Geschichte wurde mir von Tanja ( Der Duft von Büchern und Kaffee) empfohlen. Sie hat mich so neugierig auf diese besondere Geschichte gemacht und ich kann nur sagen zum Glück.

Will ist blind und zwar schon sein Leben lang, was eher ungewöhnlich ist. Er hat sich damit gut arrangiert, er kennt es ja nicht anders. Nun möchte er auf eine ganz normale Schule gehen und schon der erste Tag an der neuen Schule startet mit manchen unangenehmen Situationen zum Beispiel als er sich aus Versehen auf den Schoß von jemanden setzt. Oder ein Mädchen anfängt zu weinen, weil sie denkt, er würde sie anstarren. Mit diesem Mädchen, Cecily freundet er sich dann langsam an. Sie zeigt im Kunst und erklärt ihm Dimensionen und Blickwinkel, etwas das für Will sehr abstrakt ist. Die beiden kommen sich immer näher und dann erfährt Will von einer experimentellen Operation. Er könnte  sehen, es gibt so einige mögliche Komplikationen. Aber der Gedanke, er könnte wirklich sehen ist verlockend. 

Das Cover hätte mich nicht auf den ersten Blick angesprochen, aber nun rückwirkend finde ich es schön und auch passend. Der Luftballon, gelb mit den drei Punkten passt sehr gut. Die Assoziation mit der Blindheit habe ich aber erst gezogen, als ich den Klappentext gelesen habe. 

Mit hat der Schreibstil des Autors sehr gefallen. Gleich zu Beginn startet das Buch humorvoll und auch im Verlauf folgen einige lustige Momente. Diese wiegen die manchmal traurigen oder eher melancholischen Momente sehr gut auf, sodass ein Gleichgewicht entsteht. Die Geschichte wirkt weder düster noch bedrückend, was bei dem Thema durchaus möglich gewesen wäre. 

Noch dazu hat sich der Autor wirklich sehr gut informiert, er hat sehr viel Fachliteratur gelesen und dies merkt man auch beim Lesen. Er sagt zwar, er habe sich auch künstliche Freiheiten erlaubt, aber ich finde, so gut ich es beurteilen kann, sehr authentisch. So ist Perspektive und Räumliches Denken für Will etwas völlig Neues, weil sein Gehirn dies nie gelernt hat. Das Buch schafft ein schönes Bewusstsein für das Thema Blindheit, aber nicht auf einer bemitleidenswerten Ebene. 

Die Liebesgeschichte ist eher dezent. Es dreht sich viel um Will und seinen Alttag und dann auch um die Operation, seine Gedanken dazu. Ob er es wagen soll oder nicht. Aber gegen Ende bekommt sie dann noch mehr Raum eingeräumt. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Autor durch Will einen Blick auf die Welt wirft, ganz ohne Augen. Gerade was das Thema Schönheit und Ethnien angeht. Will ist ein sehr liebenswertes Charakter, der trotz so manchen Schwierigkeiten auch immer etwas sehr Positives an sich hat.


 
Eine schöne und berührende Geschichte.
Die durch die gute Recherche des Autors einen interessanten Einblick in das Leben von Will liefert.
Durch die humorvollen Szenen wirkt es weder düster noch bedrückend.
Will war ein sehr angenehmer und liebenswerter Charakter.


http://weinlachgummis.blogspot.de/p/danke.html





Kommentare:

  1. Hey Tanja,

    ach Mensch ihr beide macht es einem wirklich nicht leicht das Buch nicht sofort zu kaufen :-D Zum Glück bin ich momentan ganz gut ausgelastet und komme hoffentlich nicht auf dumme Gedanken ;-) Auf jeden Fall finde ich es super, dass dir die Geschichte auch so zugesagt hat!

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,
      hehe, es ist aber auch eine schöne und bereichernde Geschichte. Wenn du mal Lust auf einen Roman mit dem Thema Blindheit hast, kannst du ja darauf zurück greifen^^

      Liebe Grüße
      Tanja

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  2. Hallo Tanja,

    ich habe dieses Buch schon im Blick. Deine Rezension stachelt jedenfalls die Neugier an & wenn die Liebesgeschichte sehr dezent ist, dann dürfte es wirklich was für mich sein.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,
      ja ich finde die Liebesgeschichte wirklich dezent, erst gegen Ende bekommt sie mehr Bedeutung, aber auch das steht immer auch noch Will im Mittelpunkt.

      Liebe Grüße

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  3. Huhu Tanja,
    ich freue mich immer noch so sehr darüber, dass du dieses Buch hast bei dir einziehen lassen und dass du auch so begeistert von der Geschichte warst. Ich finde auch, dass der Autor das Thema sehr gut umgesetzt hat. Gerade die Recherchearbeit fällt hier sehr positiv auf. Was mir auch sehr gefiel war, dass die Geschichte dennoch sehr lebensbejahrend geschrieben war.
    Und es gab, m.M. nach, auch keine Stellen, die langgezogen wirkten.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,
      ich freue mich ja sehr, dass du mir das Buch so empfohlen hast, denn sonst hätte ich es bestimmt nicht gelesen.
      Es wirkte wirklich sehr realistisch und nicht verschönert, aber ja wie du sagst, trotzdem positiv.

      Ganz Liebe Grüße

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