Montag, 5. April 2021

[Rezi] Geisterhaus von Jeff Strand

[Werbung] Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

Buchinfos:

ISBN: 978-3-86552-908-4
Seiten: 336
Format: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Verlag: Festa
Übersetzer: Michael Krug
Erscheinungsdatum: 23.03.2021
Preis: 14,99 € (D) Kaufen (Werbung gem. TMG)

Klappentext:
Eine Invasion von jenseits des Grabes.

Das Haus ist nicht perfekt, aber gut genug, um es zu mieten. Doch unglücklicherweise haben die Gardners und ihre beiden jungen Töchter den falschen Ort gewählt …
Erst verrotten die Lebensmittel. Dann drehen die Menschen durch. Und als sich die Geister zeigen, bricht die Hölle los.

Eine blutige, brutale Spukhausgeschichte. Durchzogen mit dem skurrilen Humor von Jeff Strand.
Quelle  (Werbung gem. TMG)

 

Nachdem mir Blister von Jeff Strand so gut gefallen hat, musste ich auch unbedingt sein neustes Buch lesen. Außerdem bin ich ein Fan von Geisterhausgeschichten und so kam ich um ein Buch mit den Titel Geisterhaus nicht herum.

Als Boyd einen neuen Job angeboten bekommt, hadert er nicht lange und zieht sogleich mit seiner Frau Adeline und seinen zwei Töchtern in ein neues Haus. Auf den ersten Blick wirkt das Haus wie ein Volltreffer. Wäre es vermutlich auch, wenn dort nicht etwas passiert wäre, was die Familie nun einholt. Zunächst passieren noch relativ harmlose, aber komische Dinge doch mit der Zeit wird es immer bedrohlicher und dann beginnt der Alptraum. 

Ich war wieder sehr angetan von dem Humor des Autors. Seinen bissigen und sarkastischen Stil mag ich unheimlich gerne. Die Gedanken und Dialoge der Protagonisten sind ein Genuss, wenn man so einen Humor mag. Ansonsten fand ich das Buch sehr flüssig geschrieben, ich habe es fast in einem Rutsch gelesen. Nichts, wo man sich stark konzentrieren muss.

Zu Beginn ist es noch ruhig, die Geschichte wird aufgebaut, aber spätestens ab der Hälfte kommt es dafür geballt auf einen zu. Ab dort hing ich dann nur noch an den Seiten. Und ganz ehrlich, ich würde für kein Geld der Welt mit der Familie tauschen wollen. Der Autor hat sich da wirklich etwas Gemeines und Gruseliges ausgedacht. 

Da hat es mich fast überrascht, wie gut die Protagonisten mit all dem umgehen. Das hat mir gefallen, den Umständen entsprechend versuchen sie logisch und organisiert an die Sache heranzugehen.  Ihr kennt bestimmt alle diese Horrorgeschichten, in denen die Leute ständig Mist bauen und man sich fragt, was soll das, möchtest du sterben oder warum verhältst du dich so dumm. Dem war hier nicht so. Das war eine willkommene Abwechslung und hat beim Lesen zusätzlich Spaß gemacht. 

Die Geschichte an sich hat mir auch gefallen. Doch mir fehlte etwas die Substanz bei dem drumherum. Ich kann leider nicht zu sehr ins Detail gehen ohne zu Spoilern, was ich nicht möchte. Die Geschichte um das Geisterhaus ist klasse und solide. Doch es gab dann noch einen kleinen anderen Handlungsstrang, der mir viel zu kurz kam und mehrere Fragen aufgeworfen hat. Da hätte ich mir eine rundere Geschichte gewünscht.

Die Geschichte ist brutal, da fließt Blut, Knochen werden gebrochen und Gliedmaßen gehen verloren. Ich fand es aber nicht zu eklig. Man muss das brutale und blutige abkönnen, ich würde aber sagen, es ist typisch Horror und nicht übertrieben ins Eklige gezogen. Außerdem wird sexuelle Gewalt angedroht, aber man als Leser:in erlebt sie nicht. 

In der Summe eine gruselige Geisterhausgeschichte mit sarkastischem Humor untermalt und einem brutalen und bösen Alptraum, den man selbst nicht erleben möchte. Der mir aber keine Gänsehaut beschert hat, mich dafür aber bestens unterhalten hat. Wer eine Geisterhausgeschichte sucht, bei der man Angst hat das Licht auszumachen, dem kann ich der Fluch von Carrow House, auch aus dem Festa Verlag empfehlen. Und wer Geisterhaus plus coole Protagonisten mit viel schwarzen Humor mag, der ist hier richtig. 



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